Aktuelles

13.02.2017

TherapyLens: Augmented Reality in der Patientenrehabilitation


Patientenrehabilitation insbesondere bei Menschen, die unter neurologischen Erkrankungen leiden, ist aufwändig und kostenintensiv. Um ihre Genesung zu beschleunigen, wird im TherapyLens‐Projekt mit Hilfe eines Augmented Reality Ansatzes gearbeitet. Ziel ist die Entwicklung einer Anwendung, die es Patienten ermöglicht, Situationen des alltäglichen Lebens in der Simulationsumgebung neu zu erlernen. Verwendung findet dabei die Microsoft HoloLens, die durch Hologramme im Sichtfeld des Anwenders Hilfestellung zur richtigen Durchführung gibt. Zum jetzigen Zeitpunkt liegt der Fokus des Projekts auf der Entwicklung eines Szenarios, in dem die einfache Aktivität des Teekochens simuliert wird ‐ eine probate Anwendung, besonders im Bereich der Rehabilitation für Menschen mit Demenzerkrankungen.Erster Meilenstein des Projektes ist die Entwicklung eines Prototyps für das Futur en Seine Festival in Paris (8.‐10. Juni 2017), das zur Dissemination der Projektideen und ‐ergebnisse sowie gleichzeitig als Usability‐Study genutzt wird. Das Festival ist eines der größten Events für die Präsentation technologischer Entwicklungen innerhalb Europas. Zukünftig soll das System sowohl in Kliniken als auch im Zuhause der Patienten eingesetzt werden können. Mittelfristig ist der Einsatz einer Remote‐Verbindung zu einem Arzt geplant, der die Patienten bei der Durchführung von Aktivitäten beobachtet und auf dieser Basis die kontinuierliche Ableitung von Behandlungsmaßnahmen ermöglicht.

Das TherapyLens‐Projekt ist ein von dem European Institute of Innovation and Technology (EIT) Healthgefördertes Projekt. Gemeinsam arbeiten die TU München, repräsentiert durch die Human Movement Science Abteilung, imec (Belgien), MADoPA (Frankreich), CapDigital (Frankreich) und die RWTH Aachen University, repräsentiert durch das Cybernetics Lab IMA/ZLW & IfU, an der Umsetzung des Vorhabens. Dabei übernimmt das ZLW die Software‐Entwicklung und Modellierung der Hologramme. Der offizielle Start des einjährigen Projekts fand am 12.01.2017 in München statt.

Für Fragen und weitere Details zum Projekt steht Ihnen Anas Abdelrazeq M. Sc. zur Verfügung.