Aktuelles

13.02.2017

Sabbatical bei Volvo/Göteborg: Think Tank "starke künstliche Intelligenz"


Neue Gedanken, innovative Forschungsansätze und internationale Kollaborationen ‐ im kommenden Sommersemester 2017 wird die Institutsdirektorin Prof. Dr. rer. nat. Sabina Jeschke eine Pause von ihren akademischen Pflichten an der RWTH Aachen University und am Cybernetics Lab IMA/ZLW & IfU einlegen und ein Sabbatical antreten, um sich der Weiterentwicklung ihrer Forschung imBereich des "künstlichen Bewusstseins" (artificial/machine consciousness) zu widmen. Sie folgt der Einladung der Volvo Car Corporation zu einem ausgedehnten Aufenthalt im Hauptfirmensitz Göteborg/Torslanda ‐ nur 25 km von ihrem Geburtsort Kungälv entfernt. Gemeinsame Forschungsinteressen im Bereich der Künstlichen Intelligenz, Cyber Physical Systems bzw. des Internet of Things führten Sabina Jeschke und Volvo bereits mehrfach im Rahmen einschlägiger Fachvorträge zusammen. Die Volvo Car Corporation verstärkt derzeit ihre Aktivitäten im Bereich einer "starken künstlichen Intelligenz", Konzepten für Systeme also, die über die reine Durchführung komplexer Tasks auch Bewertungen, Bewusstsein und Ethik technologischer Systeme adressieren. Ein entsprechender Think Tank, verstärkt um externe Expertise, befindet sich derzeit im Aufbau. In diesem Rahmen wurde die große Konvergenz von Forschungsinteressen ebenso wie ‐methoden des Cybernetics Lab deutlich. Sabbaticals sind ein zentrales Element wissenschaftlicher Laufbahnen und geben Raum für die Eröffnung neuer Denkräume. Sie sind gleichzeitig nicht ohne weiteres zu vereinbaren mit der Leitung wissenschaftlicher Großinstitute und bedürfen der Planung und eines gezielten Aufbaus der Managementstruktur. Mit zwei fachlich hervorragend ausgewiesenen und erfahrenen stellvertretenden Institutsleitern, Prof. Dr. Ingrid Isenhardt und Dr.Frank Hees, die in der Abwesenheit von Prof. Sabina Jeschke weitgehend alle Amtsgeschäfte führen, verfügt das Cybernetics Labs über die Organisationsstruktur, solche Freiräume zu schaffen, um auf deren Basis ‐ und mit seinen interdisziplinären Teams ‐ wieder grundsätzliche neue Ideen in Forschungsfragen von Grundlagen bis Anwendungen umzusetzen. Wir wünschen unserer Institutsdirektorin in diesem Sinne, dass ihr die langen Tage des schwedischen Sommers viel Raum für neue Inspirationen geben. Bei Fragen steht Ihnen Dr. Katja Schneider, Referentin der Institutsdirektion, gerne zur Verfügung.